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Der Zugang zu sauberem Wasser ist die Grundlage allen Lebens. TAMAT e.V. bemüht sich im Siedlungsgebiet der Tuareg bestehende, versandete Brunnen freizulegen und weitere Brunnen für die Trinkwasserversorgung zu errichten. Ein einfacher Brunnen misst im Durchmesser zwei Meter, stabile Betonringe sichern vor der Versandung und solide Abdeckungen schützen vor Verunreinigung. Das klingt einfach, doch in Mali müssten rund 30 Einwohner ihr komplettes Jahreseinkommen opfern, um dafür die Kosten zu tragen.

2007
Bau eines Brunnens in Touardei zur Versorgung von etwa 15.000 Menschen mit Trinkwasser.

2008
Erweiterung und Sicherung des Brunnen in Amezerakad; zusätzliche Reparatur eines Dammes zur Wasserspeicherung. Dieser ist in der Region wichtig für die Feldbewässerung und die Versorgung der Viehherden. TAMAT erteilt diese Aufträge, wie bereits im Vorjahr, einem lokalen Brunnenbauer in Kidal.
In der Region von Touardei reaktivieren ebenfalls einheimische Experten drei versandete Brunnen. Entlang der Handelsrouten der Tuareg-Karawanen gelegen, sind sie überlebenswichtig für Mensch und Tier.

2009
Im Tal von Liban nehmen einheimische Spezialisten den Bau eines kleinen Dammes in Angriff. Dadurch wird die verfügbare Menge Grundwasser in jenen drei Betonbrunnen optimiert, die TAMAT dort ebenfalls errichtet. Mit dieser Maßnahme eröffnet sich für die Hirtennomaden der Zugang zu einem bislang wenig genutzten, aber ergiebigen Weidegebiet von etwa 4.000 qkm.
In Gao subventioniert TAMAT den Bau von fünf Brunnen. Dieser Auftrag an einen erfahrenen lokalen Handwerker ist für diesen gleichzeitig eine wichtige Chance, seine bereits erlernten Fähigkeiten praktisch zu verbessern.
Auch für die von TAMAT mit einer Patenschaft unterstützte Schule in Anou Zagrene (Landgemeinde Andéramboukane) werden die finanziellen Mittel für die Errichtung zweier Wasserpumpen bereitgestellt.
Die zweite, für 2009 geplante, Aus- und Fortbildung malischer Brunnen- und Zisternenbauer im Siedlungsgebiet der Tuareg (Gao und Andéramboukane), wird aus Sicherheitsgründen verschoben. Der Einsatz eines deutschen Beraters vor Ort wäre nicht ohne Gefahr gewesen.

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Eine ausreichende, langfristige Ernährungssicherung ist das Ziel des TAMAT e.V. – jenseits der immer wieder angeforderten und geleisteten Nothilfe in Form von Lebensmittelspenden. Mit Hilfe vorausschauender Marktregulierung sollen lokale Versorgungszentren (Getreidebank) in Zukunft die lebensnotwendige Grundversorgung mit Hirse und Reis sichern.

2004
Mit dem Kauf mehrerer Tierherden (Ziegen, Schafe und Kamele) für die Schulkinder in Anou Zagrène und Tin-Essako verbessert sich deren Ernährungssituation. Auch das notwendige Tierfutter und die Betreuung durch einen Viehhirten, finanziert TAMAT e.V. aus Spenden.

2005
erhält auch die Schule in Tin Aouker eine entsprechende Herde. Besonders bedürftige Flüchtlinge in Tassiriste werden durch den Kauf von Tieren in ihrer Selbstversorgung unterstützt.

2006
ist bereits die Einrichtung einer Getreidebank und entsprechender Speicher in Andéramboukane geplant, um etwa 28.000 Tuareg in der Region mit Reis und Hirse zu versorgen. – Das Projekt ist aber wegen Unruhen zunächst verschoben.

2008
Kauf einer Viehherde für die Milch-Kooperative Mali.

2009
TAMAT entscheidet, das Projekt einer Getreidebank zu starten (dazu mehr unter Projekte 2010) und finanziert einen Teil des Getreideeinkaufs nach der Ernte.

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In Mali stirbt noch jedes fünfte Kind vor Erreichen des fünften Lebensjahres. Kinder sind das schwächste Glied des Nomadenvolkes und weitverbreiteten Infektionskrankheiten meist hilflos ausgeliefert. Eine grundlegende Hygieneberatung ist von besonderer Bedeutung, nicht nur im Umgang mit Neugeborenen und Kleinkindern, sowie bei der Aufbereitung sauberen Trinkwassers. Um latente Seuchenherde einzuschränken, ist der Bau von Latrinen vorrangig, beziehungsweise die Anleitung der Tuareg-Handwerker zum Selbstbau sanitärer Einrichtungen.

Mittel- und langfristig unterstützt der TAMAT e.V. die Ausbildung Einheimischer zu medizinischem Personal, um die Gesundheitszentren vor Ort effizient zu führen.

2005
Nach Aufbau und Ausstattung eines ersten Gesundheitszentrums in Soni Ali Ber, finden dort bereits 60.000 Menschen medizinische Betreuung.

2007
Die neue, mobile Hygieneberatung für Mütter und Kinder erreicht etwa 50.000 Menschen.

2009
Mittelfristig ist ein medizinisches Schwerpunktzentrum in Andéramboukane geplant. Eine gemeinsame Projektevaluierung vor Ort ist zusammen mit der deutschen Hilfsorganisation Humedica terminiert, wird aber aus Gründen der Sicherheit verschoben.

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Der entscheidende Kampf gilt dem Analphabetismus unter den Tuareg. TAMAT fördert von Anfang an Aufbau und Ausstattung von Schulen und sichert mit Patenschaften deren Unterhalt und Bestand.

2004
startet bereits mit Gründung des TAMAT e.V. das erste Schulprojekt in Anou Zagrène; für 360 Schüler erweitern einheimische Handwerker die Räumlichkeiten und fertigten Schulbänke.

2005
setzen sich die Arbeiten fort und es folgen zusätzlich Reparatur, Ausbau und Ausstattung einer zweiten Schule in Tin-Essako.
Außerdem stattet TAMAT in über 50 Schulen insgesamt 4.000 Schulkinder mit der sogenannten "Schule in der Kiste" aus, versorgt sie mit den wichtigsten Utensilien.
TAMAT kauft auch die notwendigen Werkzeuge für die Handwerkerkooperative in GAO und verbessert damit die Hilfe zur Selbsthilfe.

2006 bis 2009
Dank bestehender Patenschaften für die Schulen kann der Verein alle Projekte fortführen.

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  Der TAMAT e.V. unterstützt im Jahr 2010 verstärkt die Tuareg-Großgemeinde Anderamboukane, um sie zu einem Modell auszubauen, das für andere Siedlungsgebiete der Tuareg Vorbild sein könnte, z.B. in Kidal und Tin-Essako. Die Konzentration verzahnter Hilfsprojekte auf diese Landgemeinde fördert die Integration und Selbstbehauptung der Tuareg in schwierigen Zeiten. TAMAT bemüht sich um das "Starter-Set – Hilfe zur Selbsthilfe", vergleichbar mit einem Impfstoff, der das körpereigene Immunsystem für den Selbstschutz aktiviert. Wir bemühen uns um eine miteinander verknüpfte Entwicklung folgender Bereiche:

WASSER
    Langfristige Stabilisierung von Nomadenbrunnen
    Auffüllen des Grundwassers (Dammbau)
    Erschließung von sauberem Trinkwasser
    Aufbau einer Bewässerungslandwirtschaft

NAHRUNG
    Sicherung der Grundversorgung
    Marktregulierung zur Vermeidung von Krisen
    Erhalt des Viehbestandes

GESUNDHEIT
    Hygieneberatung
    Medizinische Vorsorge
    Stationäre und mobile Krankenstationen

BILDUNG
    Schulbildung
    Berufsvorbereitung
    Bewahrung kultureller Tradition

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Die Regensaison 2009/2010 ist ausgesprochen defizitär und die Folge eine bedrohliche Trockenperiode im Norden Malis. Die für eine absehbare Nothilfe zurückgestellten Mittel kommen in der ersten Hälfte 2010 zum Einsatz:

  • Für die Gemeinden Tin-Essako, Kidal und Anderamboukane kauft TAMAT bei Händlern in Mali und im benachbarten Algerien kurzfristig notwendige Grundnahrungsmittel ein, z.B. Milchpulver für Kleinkinder, Öle und Fette sowie Hirse, Gries und Reis. Die Verteilung findet jeweils unter Aufsicht der Bürgermeister statt und wird mit Foto- und Videoaufnahmen dokumentiert. Insgesamt stehen für die Nahrungsmittel-Nothilfe 47.800,-- € zur Verfügung.
  • Der Tiefbrunnen von Alladi/ Gemeinde Anderamboukane wird kurzfristig entsandet, repariert und vergrößert, um die Trinkwasserversorgung in der abgelegenen Gemeinde zu sichern. Der finanzielle Aufwand für die örtlichen Handwerker liegt bei 5.600,-- €.
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Das im Jahr 2008 angedachte und bereits 2009 teilfinanzierte Projekt einer Getreidebank startet in 2010 gerade rechtzeitig zu Beginn einer sich abzeichnenden Nahrungsmittelknappheit. Das Prinzip: Einheimische Treuhänder kaufen hochwertigen Reis und Hirse unmittelbar nach der Ernte zu günstigen Preisen und in großen Mengen ein. TAMAT stellt dafür das Kapital bei einer lokalen Bank zur Verfügung. Auf mehrere Getreidespeicher verteilt, stehen diese Grundnahrungsmittel rund 28.000 Menschen in der Trockenzeit oder im Falle von Missernten zur Verfügung. Und zwar zum günstigen Einkaufspreis, nicht zu überhöhten, unbezahlbaren Spekulationspreisen in der Not. Denn der altbekannte Marktmechanismus wirkt in Krisenzeiten erschwerend und verhängnisvoll: Während des Anstiegs der Getreidepreise, fallen gleichzeitig die Preise für Vieh, - eine Gegenfinanzierung der Spekulation ist dann normalerweise nicht möglich. - Durch den erfolgreichen Verkauf des Getreides bis Ende 2010 finanziert sich das Projekt in den Folgejahren selbst. Übrigens: In 2010 kann im Großraum Anderamboukane durch die vorgehaltenen 200 Tonnen Getreide eine Spekulation unterbunden werden. – Die Hälfte des von TAMAT insgesamt zur Verfügung gestellten Getreidekontos (ca. 98.000,-- €) wird 2010 transferiert.

Dieses Konto der Getreidebank verwaltet der Gemeindevorstand in Anderamboukane; das "Spendenvermögen" bleibt in Naturalien oder als Bankguthaben erhalten. Der Verein kontrolliert das Konto per Online-Banking.

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Es ist relativ einfach Schulgebäude zu errichten; doch wer kümmert sich nachhaltig um Ausstattung und Unterhalt? Unsere langfristigen Schulpatenschaften garantieren den Fortbestand der Bildungsstätten über mindestens zehn Jahre. Bildung schützt vor Armut und Kriminalität und verhindern eine Entfremdung von der Herkunftskultur. Die Verwaltung der Patenschaft obliegt dem örtlichen Elternbeirat. - Im Rahmen der zwei von der Volkswagen AG begründeten Patenschaften für die Schulen in Anou Zaghrene (Landgemeinde Anderamboukane) und in Tin-Essako sowie für die Schule in Anderamboukane selbst, leitet TAMAT im Jahre 2010 insgesamt 18.500,-- € aus Spendengeldern weiter. Diese finden Verwendung für:

  • Dringend erforderliche Renovierungsarbeiten an Schulgebäuden
  • Den Zukauf von Tieren für die Schulherden sowie Unterhalt der Hirten
  • Die Ausstattung der Schulen mit Pumpen für die Wasserversorgung
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  • In Azolagh hat der einheimische Wasserbau-Ingenieur El-Bechir Casanova den Bau eines wichtigen Tiefbrunnens begonnen.
    2010 leistet TAMAT die erste Rate von 10.770,-- €.
  • In Gao kann unser Partner und lokaler Handwerker François Damien sein von TAMAT angeschobenes und degressiv subventioniertes Geschäft ausbauen. Mit der – in den vergangenen Jahren zunächst technischen und danach finanziellen Unterstützung unseres Vereins - baut er in der Provinzstadt Gao weitere fünf EMAS-Pumpen incl. Bohrungen. Nach einer Finanzspritze von 3.780,-- €, die nur noch 50% seiner Kosten deckt, ist er inzwischen unabhängig und weiterhin erfolgreich.
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Im Libantal gelingt es nach intensiver und detaillierter Planung dem malischen Ingenieur El-Bechir Casanova wiederum, einen größeren Damm zu bauen, der Grundwasser speichert. Die von TAMAT in den Vorjahren im Libantal gebauten drei Brunnen sind dadurch ganzjährig nutzbar. Somit steht in einer extrem trockenen Gegend für durchziehende Tuaregnomaden und ihre Herden meistens ausreichend Wasser zur Verfügung. Kosten: Rund 18.500,-- €

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