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Seriöse Planung im Sinne von "think global, act local" erfährt höchste Priorität. TAMAT bemüht sich, die langfristige Bedeutung eines jeden einzelnen Hilfsprojekts vor Ort einem globalen Umfeld und Kontext zuzuordnen - und zugleich auf kürzestem Wege unbürokratisch und rasch über Hilfe vor Ort zu entscheiden, mitten in der Wüste, mitten in der Sahelzone. Einige Beispiele für diesen Gedankengang:
- Um die Tuareg-Nomaden vor Armut und kriminellem Einfluss zu schützen, hat ein mittel- und langfristiges Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche höchste Priorität. (Siehe "Schulpatenschaften")
- Eine erfolgreiche Ausbildung setzt jedoch gesunde Menschen voraus, die nicht nur medizinische Hilfe erfahren, sondern sich auch mit ausreichend Wasser und Nahrung für Mensch und Tier versorgen können.
- Der mittel- bis langfristige Wandel der Lebensumstände und der Ausweg in eine bedingte Sesshaftigkeit erfordern entsprechende, fortführende Begleitung durch TAMAT. Zum Beispiel durch die Gewährung von Kleinkrediten für Händler und Handwerker, sowie den Aufbau eines zeitgemäßen Kommunikationsnetzes.
- Die Stärkung ihrer Selbstbehauptung stärkt auch die Überlebensfähigkeit der Tuareg.
- TAMAT will nicht nur Hilfsprojekte vor Missbrauch schützen, sondern auch unter erschwerten Bedingungen vor Ort jegliche nötige Unterstützung gewähren.
- Ein Beispiel: Die kleine Gemeinde Tin-Essako im Nordosten Malis und nahe der algerischen Grenze, liegt inmitten des aktuellen Spannungsgebiets, im Einflussbereich der Al Qaida Terroristen und ihrer Handlanger. Alle bislang vor Ort tätigen Hilfsorganisationen haben sich zurückgezogen. TAMAT aber ist in direktem Kontakt mit dem Bürgermeister und seinen uns persönlich bekannten Gewährsleuten. Auch in der Dürrekrise 2010 unterstützte der Verein die Tuareg im Spannungsgebiet mehrfach.
Der TAMAT e.V. erfindet die Entwicklungshilfe nicht neu, aber setzt sie anders um – effizient und auf persönlichem Vertrauen basierend.
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Der Verein bemüht sich
- Die Verwaltungskosten in Deutschland unter 15% der Projektbudgets zu halten
- Jegliche teure Selbstfinanzierung der Projekte zu vermeiden
Kostenvergleich beim Bau eines Brunnens im Tuaregland, im Nordosten Malis: Ein internationales Unternehmen für Entwicklungszusammenarbeit benötigt dort für einen Meter Bohrung um- gerechnet 1.000,-- €, also 1.000,-- € pro Meter Tiefe. In dieser Gegend ist mit etwa 20 bis 38 Meter Tiefe zu rechnen. In diesen Kosten sind enthalten: Ausländische und deutsche Berater, ein Bürostab vor Ort im Land, ein Fuhrpark und entsprechend gespiegelt die Verwaltungskosten (Overheadkosten) im europäischen Hauptquartier.
TAMAT e.V. hat in der gleichen Region (Amezérakad) mit einem qualifizierten und einheimischen Wasserbauingenieur diese Leistung für nur umgerechnet 530,-- € erbracht, also für rund die Hälfte |
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Diesen Grundsatz verfolgt der TAMAT e.V. konsequent durch
- Keinen Import von Projektideen
- Einbindung der Projekte in die lokale Kultur und Infrastruktur
- Nutzung lokalen Wissens und Berücksichtigung lokaler Mentalitäten
- Nachhaltige Nutzung überbeanspruchter natürlicher Ressourcen, wie Wasser und Weideland
- Lokale Wertschöpfung (Einsatz lokaler Handwerker und Materialien)
- Erschließung neuer Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten
- Degressive Subvention mit dem Ziel der Existenzgründung / Selbständigkeit
- Förderung von Vorbildern, die als lokale Multiplikatoren wirken
- Langfristiges Engagement auf Vertrauen gegründet
- Maßnahmen zur Friedensförderung und zu Friedenserhalt
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Trotz der gegenwärtigen Bedingungen eines erschwerten Controllings vor Ort (Entführungsgefahr für Europäer), ist die Nachhaltigkeit der Projektmaßnahmen dennoch weitgehend und mehrfach gesichert:
Erstens durch mittel- wie langfristige Investitionen, bevorzugt in Infrastrukturprojekte. Zweitens durch die Strategie, einen gewissen Wettbewerb unter den Auftrag nehmenden Partnern vor Ort als Incentive zur gegenseitigen Kontrolle zu nutzen. Und drittens durch das Entgegenbringen von Vertrauen, basierend auf persönlichen Freundschaften. Dieses Vertrauen wurde bislang fast immer erwidert, so dass TAMAT die üblichen Dissonanzen im Projektverlauf und gar Unterschlagungen oder Korruption, etc. weitestgehend erspart blieben.
Durch das vorbehaltlos entgegengebrachte Vertrauen bindet TAMAT seine Partner in Mali langfristig enger und tiefer als der gnadenlose, rein buchhalterische Kontrollblick. In Afrika zu helfen, heißt Afrika zu verstehen und anzunehmen, ohne mit eigenen europäischen Maßstäben zu messen - weder Erfolg oder Misserfolg im ersten oder gar zweiten Anlauf.
Aroudeiny Ag Hamatou, einer der einflussreichsten Tuareg-Führer und zugleich TAMAT-Partner vor Ort, sagt: Die menschlichen Beziehungen sind das wichtigste bei aller Hilfe, sie schließen den Bogen zwischen Hoffnung und Dankbarkeit, "entre l'espoir et la gratitude". |
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